Laura Eckert | Inga Kerber | Marco Wagner
> nature morte <
Skulptur, Malerei, Zeichnung
10. Januar – 28. Februar 2026
Eröffnung 10. Januar 2026 ab 11.00 Uhr
+++ Winterrundgang der Spinnereigalerien 2026 +++

Die Ausstellung nature morte widmet sich Ideen von Natur und menschlicher Existenz durch die Darstellung metaphorischer Zustände. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die Natur und Mensch als Verhandlungsraum zwischen vermeintlich natürlichen und kulturell geprägten Vorstellungen begreifen.
Der Ausstellungstitel nature morte nimmt Bezug auf das kunsthistorische Stillleben als etwas idealisiertes, aber auch als eine Form der Konservierung. Zugleich öffnet er den Blick auf die Frage nach Natur und Tod sowie auf die Übergänge zwischen beiden.
Natur erscheint in der Ausstellung als betrachteter, arrangierter und kontrollierter Zustand, dessen Unversehrtheit hinterfragt wird. Gleichzeitig kommt der Materialität eine besondere Bedeutung zu: Material wird nicht nur als formgebendes Mittel verstanden, sondern als eigenständiger, natürlicher Bestandteil der Arbeiten.
Zwischen Materialität, landschaftlicher Vorstellung und ornamentaler Setzung entfaltet die Ausstellung ein Bild von Natur als Konstruktion und macht die Spannung zwischen Lebendigkeit und Künstlichkeit sichtbar.
Laura Eckerts Arbeiten thematisieren Körperlichkeit im Spannungsfeld von organischer Materie und künstlichen, technischen Elementen. Ihre Skulpturen und Bildwerke zeigen fragmentierte, zusammengesetzte Körperformen, in denen Natur sowohl als Ursprung, als auch als konstruiertes Gefüge lesbar wird.
Inga Kerbers zeichnerische Arbeiten widmen sich der Darstellung von Mensch und Natur in stilisierter und repetitiver Form. Eine ausgeprägte Sensibilität für Material und Linie prägt ihre Arbeiten, in denen sich die Motive zurückhaltend entfalten und auf ein enges Verhältnis von Mensch und Natur verweisen.
Marco Wagners Arbeiten setzen sich mit kulturellen Bildern von Idyll, Heimat und Stillleben auseinander. Ausgehend von vertrauten Motiven erweitert er den Blick auf Landschaft, Interieur und die klassische nature morte und stellt tradierte Vorstellungen des Idyllischen zur Diskussion.

