Ausstellung

DAN – Jochen Plogsties / Gilbert Schneider
Siebdrucke

14.10. – 1.11.2017
Eröffnung – 14.10.2017 – 18.00 Uhr

Plogsties – DAN

 

 


Benjamin Badock – Die Retrospektive
Hochdruck

9. September – 7. Oktober 2017
Eröffnung: 9. September 16.00 – 20.00 Uhr

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Zum diesjährigen Herbstrundgang der Spinnereigalerien mit folgenden Öffnungszeiten:

16./17. September, 11-18 Uhr

Benjamin Badock, Aufstellung – Altrosa - blond, 2014, 43,8 x 59,6cm, Hochdruck


 


Tina Steinbach
REHA
Linolschnitte und Malereien auf Papier
Diplomausstellung

22. Juni – 22. Juli 2017
Eröffnung am 22. Juni // 20.00 Uhr

Tina Steinbach, Eingepackt, 2017, 15 x 21 cm, Farblinolschnitt

 


Steve Viezens
Caprichos
Holzschnitt, Linolschnitt, Lithografie

23. April – 03. Juni 2017
Eröffnung: 22. April 2017 // 16 – 20 Uhr
+++ Rundgang der Spinnereigalerien // Samstag, 29. April 11 – 18 Uhr & Sonntag, 30.4., 11 – 16 Uhr +++

Steve Viezens, Caprichos 01, 2017, 21x29,7cm, Linolschnitt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Linolschnitte von Steve Viezens

„Capriccio“

In der Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts etablierten sich Zyklen druckgrafischer Blätter, die nicht direkt in thematischer Verbindung miteinander standen, dem Künstler vielmehr die Möglichkeit boten, zu improvisieren, mit Bildgegenständen zu spielen und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Einen Meilenstein dieser Tradition stellen zweifelsohne die „Los Caprichos“ des Spaniers Francisco de Goya dar, die Steve Viezens zu seiner Serie inspirierten.

Das Interesse an der Druckgrafik begleitet sein künstlerisches Schaffen. Als Absolvent der Hochschule für Grafik und Buchkunst steht Viezens in der Tradition der Künstler, die sich originalgrafischer Mittel bedienen. Er zeigt 7 Linolschnitte, kleinformatige, kontrastreiche Blätter, die in klassischem Schwarz-Weiß gehalten sind.

Seine zeitgenössischen Capricci sind eine gelungene Einladung an den Betrachter, genormte Wege zu verlassen und mit dem Künstler Pfade ins Reich des Absurden und Phantastischen zu beschreiten. Die Motive spielen im Außenraum, Figurationen vor niedrig gesetzten Horizonten bestimmen die Szenerie. Schraffuren suggerieren Weite und Tiefe, aber der Bildraum bleibt nur hintergründige Kulisse, denn der Fokus des Autors liegt auf der Handlung seiner Darsteller.

Man begegnet einer Figurengruppe, die Unwettern trotzend, ein Gewässer zu durchqueren scheint. Einer von ihnen hebt sich durch einen Nimbus ab – vielleicht der heilige Christophorus? Doch er wird nicht klassisch als Träger des Heilands dargestellt, sondern selbst getragen. Befreit sich hier der frühchristliche Märtyrer von der Last der Welt und fällt ihr selbst zur Last? Eine ungewöhnliche Trägerfigur trifft man auch in einer anderen Grafik an. Anstatt auf dem Esel zu reiten, lässt Viezens ihn huckepack nehmen. Er verteilt die Lasten um und macht den Menschen zum Packesel. Der Künstler stellt gern tradierte Erzählweisen auf den Kopf – kopfüber fällt auf einem weiteren Blatt der Protagonist vom Himmel. Wird der Betrachter gleich Zeuge des harten Aufpralls nach einem missglückten Flugversuch? Begegnet er dem Schneider von Ulm, der suizidgefährdet seine selbstgebauten Schwingen zurückgelassen hat? Einer anderen Figur scheinen Schmetterlingsflügel gewachsen zu sein. Ihre Kostümierung erinnert an den Pierrot der Commedia dell’arte, leichtfüßig tänzelt sie sich durchs Bild. Doch ihre Maske kaschiert den Gemütszustand. In diesem Moment wirkt sie beflügelt und heiter, im nächsten wird sie vielleicht auf den Boden der nüchternen Tatsachen zurückgeworfen. Grotesk erscheint auch eine Seiltänzerin. Der Schweif eines Pferdes wirkt an ihr wie eine Tournüre aus Rosshaar, auf den Schultern trägt sie einen Pferdekopf. Entwirft hier der Künstler einen weiblichen Centaurus, oder ist doch alles wieder bloß Maskerade?

Die Widersprüche und eigenwilligen Bilderfindungen von Steve Viezens entführen in eine sonderbare Welt. Sein erfrischender Blick und seine Neuinterpretationen traditioneller Sujets bekräftigen die Frage nach dem Bestand klassischer Erzähltraditionen. Seine Narration erfreut sich an Regelverstößen und überraschenden Wendungen.

Für das Betrachten der Motive bedarf es eigentlich keiner Worte. Vielleicht verzichtet der Künstler deshalb darauf, die Grafiken zu betiteln, um den Rezipienten nicht in eine bestimmte Richtung zu lenken, ihn zu bevormunden. Die Gedanken sind frei. Dennoch wird der Druckkunst in der Ausstellungspräsentation Poesie gegenüber gestellt. Texte, vielmehr hintergründige Zeilen und in Worte gegossene Denkanstöße, die von SAFI stammen. Auch die Wurzeln ihrer Karriere sind in Leipzig zu suchen, wo sie seit 2007 als musikalisches Trio dieser Lyrik (manchmal leise flüsternd, meist aber lautstark schreiend) ihre Stimme verleiht. In diesem Jahr wurde sie dafür für den Deutschen Musikautorenpreis nominiert.
Andreas Schaal


Maribel Mas
Interferenzen
Lithografie, Cliché verre und Photopolymer

25. März – 15. April 2017
Eröffnung und Buchpräsentation: 25. März // 18.00 Uhr – 21.00 Uhr

Maribel Mas, Zeitlinien Litho 6, 2016, Lithografie

MARIBEL MAS

Interferenzen, Zeichnungen und Grafik

In den Zeichnungen und Grafiken von Maribel Mas treten die Interferenzen zufällig auf, an den Berührungspunkten der Linien. Unter Verwendung von Schablonen aus Papier kann die Künstlerin straffe Linien ziehen, die dann wie die Saiten eines Musikinstrumentes in Schwingung versetzt werden können. Tatsächlich haben die Wiederholungsmuster serieller Musik einen bemerkenswerten Einfluss auf ihre Arbeit, besonders die minimalistischen Kompositionen von Steve Reich und das Streben nach einer „phase music“, in der identische Klangphasen aufeinander gelegt werden mit minimalen Umstellungen. Mit einem ähnlichen Ansatz spielt die Künstlerin mit der Möglichkeit einer „phase drawing“. Dafür verwendet sie nur die einfachsten Materialien: Papier und Tusche.

Das Papier, mehr als eine tragende Oberfläche, wird zum aktiven Element. Den einzigartigen Charakter eines nicht industriellen, nicht standarisierten Materials zu verstehen und entdecken war ein langsamer Prozess, ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit Handwerksmeistern in Japan, die die verschiedenen von ihr verwendeten Papiersorten aus Ganpi-, Mitsumata- und Kouzofasern herstellen.

In ihrer Barcelonaer Werkstatt und der Leipziger Spinnerei hat Maribel Mas an diversen Grafikprojekten mitgewirkt, in denen sie neue Möglichkeiten der Linie entdecken konnte. Ausgehend von diesen Erfahrungen mit Lithografie, Cliché verre und Photopolymer konzentriert sie ihr Werk auf sich wiederholenden Linien als konstruktives Element. Die Interferenzen, die auf natürliche Weise in einem Arbeitsverfahren ohne vorherige Skizzen entstehen, laden zum Nachdenken ein: über die Vielfältigkeit und Unbeständigkeit der Dinge – oder aber sie eröffnen einen Spielraum, in dem der Blick mit den Linien frei spielen kann.

Die Zeichnerin und Lithografin Maribel Mas ist 1967 in Caracas geboren. Im Jahr 2000 ließ sie sich in Barcelona nieder, wo sie sich auf Lithografie spezialisierte und 2005 die Druckwerkstatt „Taller Esquina“ gründete. Heute arbeitet sie gemeinsam mit Museen und Kunsthochschulen an verschiedenen grafischen Projekten. Ihre Werke sind bereits in vielen Städten ausgestellt worden – Barcelona, Madrid, Paris, Osaka und Leipzig, wo sie seit 2015 lebt.


Yvette Kießling
Elbe, Marokko, Sansibar
Lithografie, Radierung

23. Februar – 18. März 2017
Opening 23. Februar 18.00 Uhr – 21.00 Uhr
Second View 24.Februar 17.00 Uhr – 20.00 Uhr

Yvette Kießling - Elbe, Marokko, Sansibar

 

Sebastian Speckmann

Songs from the second floor
Holz- und Linolschnitte

14.01. – 11.02.2017
Eröffnung am 14.01.2017 – 11.00 Uhr – 20.00 Uhr im Rahmen des Winterrundgangs der Spinnereigalerien

 

Sebastian Speckmann, Lot, 2016 42x59,5 cm, Linolschnitt

 

 

 

Pentomino #3
44 Künstler/61 Arbeiten/18qm
bei Thaler Originalgrafik bis zum 06. Januar 2017

Pentomino #3, Thaler Originalgrafik

Benjamin Badock//Franca Bartholomäi//Tilo Baumgärtel//Blexbolex//Christian Brandl//Peter Busch//Benjamin Dittrich//Tom Fabritius//Christoph Feist//Henriette Grahnert//Sebastian Gögel//Sten Gutglück//Paule Hammer//Christian Herzig//Katharina Immekus//Gabriela Jolowicz//Friederike Jokisch//Inga Kerber//Annika Kleist//Axel Krause//Corinne von Lebusa//Fabian Lehnert//Rosa Loy//Stephanie Marx//Maribel Mas//Bastian Muhr//Sebastian Nebe//Maria Ondrej//Vlado Ondrej//Jirka Pfahl//Jochen Plogsties//Claudia Rößger//Sebastian Rug//Christoph Ruckhäberle//Moritz Schleime//Cindy Schmiedichen//Anija Seedler//Sebastian Speckmann//Katrin Stangl//Stefan Stößel//Soenke Thaden//Anya Triestram//Steve Viezens//Matthias Weischer//Georg Weißbach

 


 

Maria Ondrej & Vlado Ondrej – on

Farbradierungen
Eröffnung 5. November 19.00 – 21.00 Uhr
Ausstellungsdauer 5. November – 19. November 2016

Maria und Vlado Ondrej, on, 2016, Farbradierung

La, 2016, Farbradierung, drei Platten (Aquatitinta, Ätzradierung, Photogravure), 24x42cm

 

Sebastian Gögel

>>Lucky You<<

Herbstrundgang der SpinnereiGalerien
17. – 18. September 2016
Samstag, 17.09. 2016, 11 – 20 Uhr
 // Sonntag, 18.09. 2016, 11 – 17 Uhr
Ausstellungsdauer bis 22. Oktober 2016

Sebastian Goegel, Poet, 2016,32x23cm, Linolschnitt

 


Sommerausstellung
Gruppenshow
Eröffnung 30.07.16, ab 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer bis 03.09.16

Benjamin Badock//Benjamin Dittrich//Tobias Lehner//Jochen Plogsties//Christoph Ruckhäberle//Sebastian Speckmann//Katrin Stangl//Steve Viezens

Jochen Plogsties, "3_14", 51x36 cm, Siebdruck, 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Matthias Weischer – Grafik
von 2005 – 2016
Frühjahrsrundgang der Spinnereigalerien 30.04.2016 // 11.00 – 21.00 Uhr und 01.05.2016 // 11.00 – 18.00 Uhr
Ausstellungsdauer bis 11.06.2016

Matthias Weischer, Küche, 2016, Lithografie
Thaler Originalgrafik zeigt zum diesjährigen Rundgang der SpinnereiGalerien einen Ausschnitt aus dem grafischen Werk Matthias Weischers. Dabei werden neben einem retrospektivischen Querschnitt auch druckfrische Originalgrafiken zu sehen sein. Zur Ausstellung erscheint eine kleine Publikation mit einer originalgrafischen Risografie  von Matthias Weischer.

Thaler Originalgrafik shows a section of the graphic work by Matthias Weischer. In addition to a retro spectral mixture are some prints „fresh from the press“. The exhibition will be accompanied by a publication with an original risography.


PAST
Pentomino – Gruppenausstellung/group show
24. März 2016 – 21.04. 2016

20160402_150021

 

Beteiligte Künstler/participating artists:

Tilo Baumgärtel//Blexbolex//Christian Brandl//Benjamin Dittrich//Alexander Gutsche//Christian Herzig//Franziska Holstein//Katharina Immekus//Gabriela Jolowicz//Jennifer König//Corinne von Lebusa//Fabian Lehnert//Rosa Loy//Maribel Mas//Stephanie Marx//Bastian Muhr//Sebastian Nebe//Jirka Pfahl//Jochen Plogsties//Sebastian Rug//Christoph Ruckhäberle//Cindy Schmiedichen//Sebastian Speckmann//Stefan Stößel//Soenke Thaden//Anya Triestram//Eva Walker



screen – 20 Grafiken
Ausstellung zur Grafikkassette „screen“
12.03. – 19.03.2016 // Eröffnung 12.03. 18.00 Uhr

Grafikkassette screen

Gezeigt werden 20 Grafiken, 2015 entstanden an der Hochschule für Grafik und Buchkunst unter der Leitung und Mitwirkung von Christiane Baumgartner (Künstlerin und Vertretung der Professur für Künstlerische Lehre in den Künstlerischen Druckwerkstätten) innerhalb der Seminarreihe „Schnittstelle Druck“.

17 Studierende
Ellen Akimoto, Antoinette Belin, Christian Bold, Johannes Ernst, Antje Gildemeister, Sten Gutglück, Anna Magdalena Kempe, Jennifer König, Jonathan Kraus, Klara Meinhardt, Olga Monina, Silas Mücke, Larissa Mühlrath, Malte Pätz, Stefanie Pojar, Soenke Thaden,Eva Walker

2 Gäste
Prof. Oliver Kossack und Ingo Duderstedt

Leitung
Christiane Baumgartner


Unter Druck – Junge Grafik I – Winterrundgang der Spinnereigalerien
16. Januar – 27. Februar 2016 // Eröffnung 16. Januar 11.00 Uhr

Thaler Originalgrafik - Unter Druck

Ausstellungsansicht – Unter Druck//Junge Grafik #1 – Foto: Falk Messerschmidt/dotgain.info

 


Pentomino – Gruppenausstellung/group show
24. Oktober 2015 – 02. Januar 2016 // Eröffnung: 24. Oktober 18.00 Uhr

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Ein Raum voller Grafik. 41 Künstler auf nur 18 Meter Wandfläche. Ein Puzzlespiel der verschiedenen druckgrafischen Techniken – Radierungen, Holzschnitte, Siebdrucke, Linolschnitte und Lithografien dicht an dicht neben- über- und untereinander. Rahmen an Rahmen. Kunst statt Wand.

Die Zeitgenössische Druckgrafik bekommt die Fläche, die ihr zusteht – jede!

A room full of printmakings. 41 artists on 18 meters of wall. A puzzle of different  techniques – etchings, woodcuts, silkscreens, linocuts and lithographs transferred tightly packed next to each other. Frame to frame. Art instead of wall.

The Contemporary Printmaking gets the space it deserves – all!

Beteiligte Künstler/participating artists:

Art N More//Benjamin Badock//Franca Bartholomäi// Tilo Baumgärtel//Blexbolex//Christian Brandl//Peter Busch//Benjamin Dittrich//Tom Fabritius//Christoph Feist//Sebastian Gögel//Henriette Grahnert//Sten Gutglück//Alexander Gutsche//Paule Hammer//Franziska Holstein//Katharina Immekus//Gabriela Jolowicz//Annika Kleist//Axel Krause//Rosa Loy//Maribel Mas//Stephanie Marx//Bastian Muhr//Sebastian Nebe//Maria Ondrej//Vlado Ondrej//Jirka Pfahl//Jochen Plogsties//Claudia Rößger//Sebastian Rug//Christoph Ruckhäberle//Moritz Schleime//Cindy Schmiedichen//Anija Seedler//Sebastian Speckmann//Stefan Stößel//Anya Triestram//Steve Viezens//Matthias Weischer//Georg Weißbach

 


 

Christoph Ruckhäberle – Kalif Storch
12. September. – 10. Oktober. 2015 // Eröffnung/Opening: 12.09.2015 – 11.00 Uhr
Großer Herbstrundgang // Autumn gallery tour
12./13. September // 11.00 – 20.00 Uhr/11.00 – 18.00 Uhr

Verlängert bis zum 16.10.15!

Christoph Ruckhäberle, untitled, 2015, 70x50cm, Aquatintaradierung

Christoph Ruckhäberle, untitled, 2015, 70x50cm, Aquatintaradierung

Wir zeigen Radierungen, Linolschnitte und Lithografien von Christoph Ruckhäberle aus den Jahren 2006 – 2015 in einer furiosen Einzelausstellung.

Christoph Ruckhäberle, geboren 1972 in Pfaffenhofen, hat zwischen 1991 und 1992 am Califormia Institute of Arts, Valencia und im Anschluss daran an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig studiert, wo er Meisterschüler bei Arno Rink war. Seine Arbeiten waren international in zahlreichen Ausstellungen vertreten, so unter anderem im Museo Nacional de la Estampa, Mexico City (2012), im Migros Museum, Zürich (2009), bei der Manifesta 7 (2008), „Life After Death“, Frye Art Museum, Seattle (2007) und „Triumph of Painting“, Saatchi Gallery, London (2006). Christoph Ruckhäberle lebt und arbeitet in Leipzig und betreibt dort den LUBOK Verlag und das Luru Kino.

Christoph Ruckhäberle was born in 1972 in Pfaffenhofen. He studied between 1991 and 1992 at the California Institute of Arts Valencia, and graduated in his Master studies in Leipzig under Prof. Arno Rink. His work is part of the permanent collections of MoMA, New York and the Migros Museum, Zurich. Past exhibitions include Museo Nacional de la Estampa, Mexico City (2012), Migros Museum, Zurich (2009), Manifesta 7 (2008), Frye Art Museum, Seattle (2007) and „Triumph of Painting“, Saatchi Gallery, London (2006). He lives and works in Leipzig where he runs LUBOK, a small publishing house and co-runs a movie theater.

 


 

Gabriela Jolowicz – Disorganiser
1. August bis 5. September 2015 // Eröffnung/Opening: 01.08.2015 – 18.00 Uhr

Gabriela Jolowicz, disorganiser, 2015, 100x78,9cm

Gabriela Jolowicz, disorganiser, 2015, 100 x 78,9cm, Holzschnitt

Gabriela Jolowicz setzt zumeist flüchtige Szenen des aktuellen Alltagslebens in einem der ältesten und traditionsreichsten Bildmedien, dem Holzschnitt um. Neben Stillleben mit Laptop oder Ipod finden sich vor allem dichte genrehafte Szenen großstädtischen Lebens und Interieurs im Musik- oder Billardclub. Der reale dreidimensionale Lebensraum und unmittelbar erlebte Situationen werden im zweidimensionalen Holzschnitt unter Beschränkung auf schwarzweiße Technik festgehalten. Fragmentiert und kaleidoskopartig friert Jolowicz ein bereits verblassendes Nachbild der Realität ein.

Neben eine realistisch anmutende Darstellungsweise treten verfremdende Elemente. Die Nüchternheit der Szenen wird aufgebrochen durch die Einstreuung von Bildvorlagen und eigenwilligen Bildfindungen. Großer Detailreichtum und eine ausgeprägte Strukturvielfalt führen zu einer unübersichtlichen, irritierenden Gleichzeitigkeit der Formen. Steigerung finden die in teils äußerst filigranen, teils in kruden Schnitten umgesetzten Strukturen durch einen spielerischen Umgang mit Größenverhältnissen und durch perspektivische Verzerrungen, sie funktionieren als dekoratives grafisches Muster oder Tiefenraum suggerierendes Element. Herbert Eichhorn (Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen) spricht in diesem Zusammenhang von „einem wahren Horror Vacui und einer Lust am Aufbrechen der Oberfläche des Holzes“ und verweist zugleich auf die bewusste Bezugnahme der Künstlerin auf die Geschichte des druckgrafischen Mediums.
Text: Emmanuel Post, 2012

 


 

Vertraute Gesellschaft – Gruppenausstellung –  1. Mai 2015 bis Juli 2015

Die Ausstellung „Vertraute Gesellschaft“ zeigt originale zeitgenössische Druckgrafik unterschiedlichster Couleur. So vielfältig, wie die Künstler in ihrer jeweils eigenen Bildsprache, so präsentieren sich auch die Arbeiten – man blickt auf das Ergebnis eines Kampfes – dem Ringen zwischen Technik und Künstler. Wer wen unterworfen hat oder ob ein Waffenstillstand vereinbart wurde, bleibt ihr Geheimnis. Das Blatt an der Wand dürfen wir aber sehen – bei Thaler Originalgrafik, Spinnereigelände Halle 3.

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Freitag 13.00 Uhr – 17.00 Uhr
Samstag 11.00 Uhr – 15.00 Uhr
und nach Absprache

 

beteiligte Künstler:

ART N MORE, Franca Bartholomäi, Tilo Baumgärtel, Christian Brandl, Peter Busch, Benjamin Dittrich, Christoph Feist, Henriette Grahnert, Sebastian Gögel, Sten Gutglück, Alexander Gutsche, Paule Hammer, Franziska Holstein, Katharina Immekus, Gabriela Jolowicz, Annika Kleist, Axel Krause, Rosa Loy, Stephanie Marx, Bastian Muhr, Sebastian Nebe, Maria Ondrej, Vlado Ondrej, Jirka Pfahl, Claudia Rößger, Christoph Ruckhäberle, Cindy Schmiedichen, Sebastian Speckmann, Stefan Stößel, Anya Triestram, Steve Viezens, Matthias Weischer, Georg Weißbach

"Vertraute Gesellschaft"

Ausstellungsansicht "Vetraute Gesellschaft"

Ausstellungsansicht „Vetraute Gesellschaft“

"Vetraute Gesellschaft"

„Vetraute Gesellschaft“